Echte Vorfälle durch Drittanbieter-Optiken: Langsames I2C bringt eine Linecard zum Absturz, dazu ein DDM-Uptime-Overflow-Bug
In einer NANOG-Diskussion über Vendor Lock-in beschrieb ein Netzwerkbetreiber zwei konkrete Ausfälle. Erstens: Eine Drittanbieter-Optik beantwortete I2C-Lesezugriffe zu langsam; der Polling-Code des Switch-Herstellers behandelte den Timeout nicht und brachte die Control-Plane der Linecard zum Absturz, und der Hersteller weigerte sich, das als Bug anzuerkennen, weil es mit den eigenen Optiken nicht auftrat. Zweitens: Ein Drittanbieter-SFP hatte einen Firmware-Fehler, bei dem nach 2^31 Hundertstelsekunden der Uptime-Zähler das DDM-Temperaturfeld überschrieb, was bei vielen Geräten gleichzeitig Link-Flapping auslöste und nach Massenneustarts gleichzeitige Ausfälle riskierte.
- Hardware: Carrier-Router/-Switches (Hersteller nicht genannt)
- Transceiver: Drittanbieter-SFP mit DDM
- Formfaktor: SFP
Symptome / Meldungen:
linecard control-plane crash on I2C timeout
DDM temperature field corrupted by uptime overflow
fleet-wide link flapping
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Drittanbieter-Optiken bei professionellen Lieferanten kaufen, die Seriennummern und Komponentenherkunft nachverfolgen, damit Rückrufe möglich sind; billige Broker-Optiken sind nicht rückverfolgbar.
Große Hersteller schreiben in RFP-Antworten, dass sie den vertraglichen Support wegen Drittanbieter-Optiken nicht verweigern, aber verlangen können, eine verdächtige Optik vor der Fortsetzung der TAC-Arbeit durch eine Original-Optik zu ersetzen.