Welches Kupfer-SFP+ für den DGS-1250-28X mit NAS TerraMaster F4-424 Max wählen
Heimaufbau, alles in einem Rack. Ich will den NAS schneller als mit Gigabit an den Switch anschließen, aber Glasfaser ziehen will ich nicht: Die Entfernung sind etwa fünf Meter, ein normales Patchkabel erledigt das.
- Switch D-Link DGS-1250-28X, SFP+-Ports frei
- NAS TerraMaster F4-424 Max, Kupferport RJ-45
- Patchkabel Cat6a, kurz
- Modul SFP+ RJ-45 - genau das wähle ich gerade aus
Was mich stutzig macht, ist die Preisspanne: Bei den Händlern liegen Module mit identischer Beschreibung, kosten aber um ein Vielfaches unterschiedlich. Im Datenblatt zum Switch selbst ist bei den Kupfermodulen genau eines angegeben:
DEM-410T - D-Link, 10GBASE-T SFP+, есть в документации на коммутатор
"10GBASE-T SFP+" - noname, характеристики строка в строку те же, дешевле в разы
Was schon probiert wurde:
- Datenblatt des Switches durchgelesen, dort DEM-410T gefunden
- zwei Händler zum Noname-Modul gefragt, Antwort „sollte funktionieren", schriftlich bestätigen wollen sie das nicht
- nach unabhängigen Kompatibilitätslisten für den DGS-1250 gesucht, nichts Brauchbares gefunden
Lohnt es sich, für das originale DEM-410T draufzuzahlen, oder passt in diesen Slot jedes beliebige Kupfer-10GBASE-T-Modul? Und worauf sollte man überhaupt achten, außer der Zeile „10GBASE-T" in der Beschreibung?
Comments 2
Auf die Frage „was nehmen" ist die Antwort langweilig: Nimm das, was der Hersteller selbst in der Dokumentation zu diesem Switch angibt, also DEM-410T. Mit Noname zu feilschen lohnt sich nur unter einer Bedingung - der Lieferant bestätigt die Kompatibilität schriftlich, konkret mit dem DGS-1250-28X, und nimmt das Modul zurück, wenn es nicht funktioniert. Ein mündliches „sollte funktionieren" ist nichts wert.
Aber vor dem Kauf noch etwas anderes prüfen, sonst ist die Modulwahl gar nicht die richtige Frage. Der Port am F4-424 Max hat nicht 10 Gbit/s, sondern 2,5. Das heißt, gebraucht wird nicht einfach ein 10GBASE-T-Modul, sondern eines, das sich auf 2,5G einigt, und der SFP+-Slot vom D-Link muss diesen Modus akzeptieren. Kupfermodule mit 2,5G/5G sind exotisch, in Kompatibilitätslisten tauchen sie meist gar nicht auf, und der Link dort steht entweder auf Gigabit oder gar nicht.
Noch ein genereller Punkt zu 10GBASE-T in SFP+: Solche Module stoßen an Grenzen bei Leistungsaufnahme und Leitungslänge. Bei jemandem auf Cat6a mit etwa 15 Metern kam der Link hartnäckig nur als 5000Base-T hoch, und als 10GBASE-T erzwungen wurde, brach die Geschwindigkeit auf etwa 100 MB/s ein. Bei deinen fünf Metern sollte das nicht passieren, aber im Kopf behalten: Kupfer-SFP+ ist immer ein Kompromiss.
Also erst die Geschwindigkeitsklasse auf beiden Seiten klären, und erst danach das Modul aussuchen.
Noch etwas zur fixierten Geschwindigkeit, wo wir schon bei 2,5G sind. Bei mir steckt im SFP+-Slot des CRS305 ein gigabit-fähiges Kupfermodul 10Gtek - kein SFP+, sondern gewöhnliches 1G RJ-45. Unter SwOS 2.18 läuft es normal und wird nicht warm, aber unter einer Bedingung: Am Port muss die Autoverhandlung ausgeschaltet werden. Solange die Autoverhandlung an ist, pendelt sich der Link einfach nicht ein - der Slot ist Zehngigabit, das Modul Gigabit, und die beiden einigen sich nicht.
Worauf das hinausläuft: Wer ein Modul mit niedrigerer Klasse als der Slot nimmt, sollte einplanen, dass die Geschwindigkeit von Hand am Switch-Port festgenagelt werden muss, statt auf den Automatikmodus zu hoffen. Und wer trotzdem auf ehrliche 10G über ein langes Patchkabel setzt, sollte auf Module mit Leistungsreserve achten, etwa MikroTik S+RJ10, bei den billigen sieht es damit meist schlechter aus.